Ein Gemeinschaftsblog über das Leben auf Teneriffa
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Urlaub in Puerto de la Cruz

4. April 2008 Abgelegt in Waltraud | 4 Kommentare »

Beim Aussteigen aus dem Flugzeug , schon beim ersten tiefen Atemholen , merkt man gleich, dass man das eklige Januarwetter komplett hinter sich gelassen hat.

Endlich wieder mal auf Teneriffa. Strahlende Sonne, ein bisschen Wind , grade richtig, davon hatten wir den ganzen langen Winter über geträumt.

Das übliche Flughafenchaos, Kofferholen, und dann ab in den Bus Richtung Puerto.

Warum es bei uns Puerto de la Cruz sein MUSS ist leicht zu erklären – unser Sohn wohnt dort. Und ab und an will man ja auch mal sehen, was der Junior so treibt in fernen Landen.

Das ist allerdings nicht der einzige Grund, Puerto de la Cruz gefällt uns ganz einfach .

Immer was los, immer etwas zu sehen und jedes Mal wieder etwas Neues zu entdecken.

Leider können wir immer nur für eine Woche abzischen , berufsbedingt, egal, besser als gar nicht !

Nach so einer Stunde Fahrt im Bus näherten wir uns langsam unserem Hotel. Schon von Weitem sahen wir unseren Nachwuchs vor dem Eingang rumtigern , unübersehbar!

Wir hatten uns dieses Mal für das Orotava Palace unten in Puerto entschieden.

Aus gutem Grund. Beim letzten Buchen hatten wir nicht auf den Stadtplan gesehen und kraxelten pausenlos durch die Lande wenn wir wieder zu unserer Unterkunft wollten.

Das machte ab und an Schwierigkeiten, vor allem wenn man des nächtens auf der Plaza del Charco bei wunderbarer Livemusik etwas von dem traumhaft guten kanarischen Roten zu viel abbekommen hatte. Die steile Strasse nach oben – na ja irgendwie kam mir immer so der Gedanke , wenn ich anhalte hauts ich wieder nach unten , ungebremst bis ans Meer. Aber zum Glück gibt es ja schliesslich auch Strassenlaternen zum Festhalten zwischendurch.

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Jaja – ich weiss, man kann auch ein Taxi nehmen zu supergünstigen Preisen , aber wenn der Junior sagt :“ nehmt aber heute besser ein Taxi !“ dann MUSS man dem doch beweisen, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch gut zu Fuß ist, oder ? Ehrensache !

Also da war er nun endlich mal wieder, der Gute, und umärmelte uns so fürchterlich, dass ich schon Angst um meine Rippen kriegte.

Das Hotel ist übrigens super, Zimmer, Verpflegung, alles passt.

Wir warfen bloß kurz die Koffer ins Zimmer , duschten und sausten ab Richtung Meer .Unten an der Promenade, direkt am Meer war dann erstmal Kaffeetrinken angesagt !Wir, die wir die mitteleuropäischen Preise gewohnt sind – wie üblich erstaunt wie günstig man hier wegkommt mit den Preisen bei Essen und Trinken !

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Tag 1 – ich wollte um halb 12 den Mietwagen bei Orcar abholen, den wir von Freitag bis Montag gebucht hatten. Die Herren waren vormittags PC- mässig beschäftigt, irgendwas tat nicht mehr wie es sollte. Ein Glück, daß der Oberpcspezi endlich da war.

Anschliessend wollten wir La Orotava unsicher machen .

Ich also mit dem Stadtplan in der Hand an die Rezeption gedackelt und schön auf spanisch gefragt, ob es bis zu Orcar weit zu Fuß wäre. Nein, nein grad bei den Los Pyramides durch die Strasse dann rauf und da wärs auch schon. Also, was braucht der Mensch dann ein Taxi ?

Ich machte mich auf die Socken, als alter Pfadfinder etc findet man ja alles.

Immer schön dem Plan nach – aber diese Strasse machte mich dann doch etwas stutzig.

Wars doch nichts mit spanisch verstehen ? Ich fragte einen Taxifahrer – ja doch genau da gings rauf zu Orcar.

Die Gasse nannte sich Camino de las cabras . Irgendwann auf halber Strecke- in der ungewohnten Hitze leicht aus den Schleichern nach hinten rutschend wegen „Schweisspedalen „ mit tomatenrotem Kopf und spannenden Waden ,so als Flachlandtiroler kurz vor dem Herzkasper - fiel mir plötzlich ein was Camino de las cabras eigentlich heisst.

Ziegenpfad !!!!!!!! Nomen est omen !

Da wars vorbei mit der Fassung .Hilflos kichernd legte ich eine Pause ein am Rande der vielen Treppen.

Na jedenfalls nimmt jeder Pfad eine Ende und ich kam problemlos zu meinem Auto. Runter gings dann samt Auto naturgemäß viel leichter und meine tomatenrote Birne nahm langsam wieder Normalfarbe an.

Wenn man nun mit ohnehin schon schmerzenden Waden meint, man müsse La Orotava besichtigen ist einem an und für sich nicht mehr zu helfen . Aber schön ist es da allemale, bloß steil ohne Ende mal wieder. Wir machten das Touriprogramm durch, Casa de los balcones etc und, da der Jung sich ja auskennt , noch einen Abstecher in einen Laden – Leut da kann man sich fast nicht beherrschen , auch nicht die Herren der Schöpfung. Casa Lercaro Decoracion , Kaffee kann man da auch gleich trinken wenn, ja wenn man noch Kröten übrig hat bei all den schönen Sachen . Und wenn man dessen gedachte, dass man ja bloß 20 kg im Flieger mitnehmen kann.

Am Samstag gings auf den Teide – muss dazu anmerken es war 2007, und oben hatte es Anfang Januar 22 Grad und Sonne und blauer Himmel – hach ja. Einfach nur schön .Alle Inseln waren zu sehen bei der Fahrt . Ein glasklarer Tag wie selten.

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Und dann 3 Tage später – voller Schnee !

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Sonntag war das Anagagebirge dran . Irgendwie krieg ich den Weg durch La Laguna nie gebacken, aber diesesmal hatte ich mich unter dem Hohngelächter meiner Herren dermaßen verfranst, dass ich am Busbahnhof landete. “ Weia weia“ ,sprach mein hoffnungsvoller Nachwuchs „wenn dich da die Bullerei kriegt, dann blechst du ohne Ende.!“ Langsam pirschte ich um die nächste Ecke und siehe da – da standen sie ja schon. Nun Angriff ist die beste Verteidigung, ich also mein erleichtertstes Lächeln aufs Gesicht gezaubert, direkt auf die Bullerei losgefahren, Fenster runter und um Hilfe gefl eht . Neben und hinter mir Totenstille.

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Aber die spanische Polizei ist die Beste von allen, die beiden fuhren mir voraus bis zur richtigen Abzweigung und, versehen mit der Bemerkung immer nur gradeaus weiter, gelangten wir sicher und ohne zu blechen doch noch nach La Mercedes und ins Anagagebirge.

Jedesmal traumhaft , jedes Mal eine andere Stimmung. Irgendwie unwirklich, verschwommen, wenn die Nebelschwaden ziehen.

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Und am Ende des Weges, da wo die Welt schon fast zu Ende ist ,nach unzähligen und unmöglichen Kurven - wie immer superguter Fisch zu futtern. Knackfrisch ,sozusagen vom Meer direkt auf den Teller gehüpft.

Montag wollten wir unbedingt noch mal in den Loropark .Die Anlage ist so was von schön , das ist einfach einmal pro Jahr ein MUSS .Samt splashzone bei den Orcas , das muss auch sein !

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Dienstag war dann der botanische Garten dran , der lässt jedes Gärtnerherz höher schlagen. Das Gelände um die noch zu erwerbende Finca wurde bei jeder Pflanze größer .Der Jung meinte , ich wäre unterdessen bei mindestens 10 000 qm gelandet. Na ja wir werden sehen, totgraben wollen wir uns ja auch nicht so auf unsere späteren Jahre hin betrachtet .

Die restlichen Tage ( und Abende natürlich ) machten wir Puerto de la Cruz unsicher, aber da haben wir auch noch lange nicht alles gesehen was zu sehen ist .

Noch ein paar Impressionen gefällig ?

Bittesehr !

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Wir wollten wie üblich nicht mehr abfliegen, aber soweit sind wir leider noch nicht ganz.

Rock around the Chuck! Chuck Berry rockt die Insel…

3. April 2008 Abgelegt in Udo | 2 Kommentare »

Chuck Berry und Ich vorne mit dabei :)

So, wie versprochen berichte ich euch von meinem Besuch beim legendärsten und unverwechselbarsten Rock and Roller aller Zeiten:

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Chuck Berry, die alte Rockröhre, besuchte die Kanaren auf seiner wahrscheinlich letzten Tournee und ich durfte doch tatsächlich dabei sein.

Letzten Freitag fuhr ich also mit meinem Kollegen nach Santa Cruz, um gemeinsam das Tanzbein zu schwingen und abzurocken. Wir sollten um 20 Uhr die Karten am Presseschalter abholen, welche wir über den Sender bekommen hatten und welche dort am Schalter für uns zurückgelegt waren.

Naja, der Hinweg und das Auffinden der richtigen Location erwies sich mal wieder schwieriger als erwartet und somit kamen wir ca ne Stunde zu spät, was aber nicht zu unserem Nachteil wurde.

Beim Konzert angekommen standen wir da und warteten auf die nette Dame, die unsere 2 Karten zum Glück in den Händen hielt und mit den ganzen Pressemenschen beschäftgt war.

Als sie dann endlich auf uns aufmerksam wurde, war sie doch ein wenig verwundert, wo denn die Kamera zum Schießen von Pressefotos sei. Ich zeigte ihr dann meine kleine aber feine Digicam und nach einem kurzen Schmunzeln gab sie mir nen Button auf die Brust, welcher mich befähigte, Fotos aus der ersten Reihen zu knipsen. Großartig war, dass wir auch noch aus Versehen und wegen Unwissenheit der nächsten Damen, die für die Vergabe der V.I.P Bändchen zuständig waren, die Bändchen umgeschnallt bekamen und somit - wie wir dachten - freien Spielraum in der Hütte gehabt hätten.

Als wir uns dann lässig unter die V.I.P`s mischen wollten, mussten wir noch eine Pforte durchlaufen, was dann auch glatt mal in die Hose ging, da wir noch irgendwelche Karten mit Nummern brauchten, die uns erlaubten dort einzutreten.

Somit blieben wir doch lieber hinter der Absperrung, was trotzdem sehr bühnennah war, und genossen die Show.

Die Vorband, ich weiß den Namen leider nicht, spielte einen geilen sechziger Jahre Sound, mit vielen Rock`n Roll Einlagen. Wenn ich ehrlich sein soll, hat mir die Vorband besser gefallen als Chuck Berry :)

Chuck Berry jedenfalls, kam in nem lässigen Outfit auf die Bühne und allein seine Ausstrahlung reichte aus, mich zu begeistern.

Er spielte seine Klassiker und holte sich einige nette Miezen aus dem Publikum auf die Bühne, die dann die Stimmung richtig anheizten.

Chuck selber machte einen müden Eindruck und verspielte sich öfters. Es ist wohl an der Zeit, die Bühne hinter sich zu lassen, was aber angesichts seines Alters verständlich ist.

Nach einer Stunde war das Konzert auch schon vorbei. Sehr unspektakulär und ohne Verabschiedung ging er von der Bühne, was ich etwas schade fand, für sein schließlich letztes Konzert auf den Kanaren.

Ich bin trotzdem sehr begeistert, dass ich Chuck nochmal sehen durfte!!!

Nun ein paar Zeilen über die Legende:

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Berry - die Legende

Charles Edward Anderson wurde am 18. Oktober 1926 in St. Louis geboren.

Chuck Berry ist sich musikalisch immer treu geblieben. Er ist einfach eine der letzten lebenden Rock-Legenden, steht souverän neben seinen Kollegen Little Richard und Fats Domino. Seine Riffs und Licks prägen heute noch den zeitgültigen Rock`n Roll. Chucks Emotion strahlte auf die Beatles, die Beach Boys, die Rolling Stones, auf Jimi Hendrix, AC/DC,Bruce Springsteen, Simon and Garfunkel und Eric Clapton aus. Die Beatles haben einmal betont: ” Ohne Chuck Berry hätten wir niemals angefangen”.

Der Siegeszug der Stones startete ebenfalls mit Cuck Berry Titeln.

Der Pionier des Rock`n Roll hat die Basis für eine der wichtigsten Musikstile der Pop-Geschichte geliefert. Von 25 bis 82 Jahren spielte er immer seine Gibson Gitarre.

Bis dann…

…JutenTach

Wer auswandern will braucht auch einen Pass

3. April 2008 Abgelegt in Waltraud | 15 Kommentare »

Ich hab ja schon in den vorigen , leider verschwundenen , Beiträgen ausgiebig unseren Auswanderungswillen beschrieben .

Der ist weiterhin ungebrochen und scheitert immer noch am nicht vorhandenen Hauskäufer.

Nichtsdestotrotz bracht der deutsche Mensch einen Reisepass , vor allem wenn er eh schon im Ausland lebt.

Da wir wussten, dass unsere Pässe nur noch bis 30.3.2008 gültig waren riefen wir am 15.1, direkt nach den Rückflug von Teneriffa , auf unserer zuständigen Botschaft an .Dachten, das ginge problemlos wie bisher, die schicken alles zu, man geht auf die Wohngemeinde lässt alles bestätigen schickt zurück, berappt alles und zack schon kriegt man den neuen Pass zugeschickt.

Denkste – nix ist.

Denn – es gibt ja jetzt biometrische Pässe, jawohl. Das hieß für uns im Klartext : erstmal Termin machen , ohne Termin läuft nichts. Und der allerfrüheste Termin – und das auch bloß, weil jemand absagte , war nun der 1. April. Selbst Unterlagen zuschicken ist nicht mehr , man könne das ja alles im Internet runterladen und ausdrucken. ( Da frag ich mich doch – und wenn man kein Internet hat, was dann ? )

Egal – wir haben ! Und staunten nicht schlecht, was an Papieren wir alles beibringen sollten.

Ich werd da jetzt mal einen Liste machen , so dass alle, die ins Ausland wollen, sich noch VORHER mit den benötigten Papieren schnell ausstatten können.

  1. Geburtsurkunde
  2. Abmeldebestätigung aus Deutschland (egal, auch wenn das schon Jahre her ist ,muss sein sonst läuft gar nichts mehr !! ) Tipp dazu – der rote Durchschlag ist nach einiger Zeit total unleserlich, also auf die Gemeinde traben und sich eine beglaubigte Kopie machen lassen .
  3. So verheiratet oder ähnliches –Familienbuch samt Heiratsurkunde .
  4. Biometrisch einwandfreie Passbilder ( sehen zwar sch…. aus, aber was solls )
  5. Passkopien von den alten Pässen
  6. Wohnsitzbescheinigung der ausländischen Wohngemeinde
  7. Eine aktuelle Strom – oder Telefonrechnung ( Nachweis doppeltgemoppelt für den tatsächlichen Wohnsitz )
  8. Wenn man das zugeschickt kriegen will – dann Briefmarken und Vordruck Einschreiben beilegen .
  9. Vordruck Passantrag vollständig ausgefüllt

Und das alles bitte im Orginal und in Kopie vorlegen. Hat man was vergessen ist nichts mehr mit nachreichen – neuer Termin erforderlich.

Man sagte uns, das sei nun einheitlich geregelt bei den Botschaften, müsste so also auch für die Kanaren gelten.

Soweit so gut. Unsere zuständige Botschaft befindet sich in Strasbourg , ca. 70 km zu fahren.

Wo sich da dann die Botschaft befindet, das hatten wir fein säuberlich ausgegoogelt, samt Beschreibung und allem.

Strasbourg nun ist ein Kapitel für sich , nichts als Kanäle, keine Parkplätze und Einbahnstraßen .Und überlaufen wie sonst was , soweit wussten wir das auch. Europaparlament und so weiter.

Und ab jetzt wird’s lustig.

Wir hatten ursprünglich vor, über die deutsche Autobahn zu rauschen, Europabrücke Kehl wieder nach Frankreich rüber und die Botschaft von dort aus zu suchen .

Aber nein, Europabrücke wird grade renoviert, Wartezeiten von bis zu einer Stunde .

Also was solls, gings eben über die französische Autobahn .

Irgendwie aber schwante uns schon im Vorfeld Böses und wir machten uns 2,5 Stunden vor dem Termin auf die Socken . Dreissig Kilometer lang ging auch alles Bestens .

Die restlichen 40 Kilometer hingen wir im größten Megastau den wir persönlich die letzten 20 Jahre erlebt hatten.

9.20 Uhr sollten wir da sein, 9.05 Uhr hatten wir endlich die richtige Ausfahrt nach Strasbourg Centre erreicht. Nun bloß noch quer durch die Einbahnstrassen – schön dem Googleplan nach .Super hatten wir uns das gedacht , es waren bloß die Strassen nicht zu finden . Die ersten 2 schon, der Rest blieb irgendwo verborgen. Auf die Uhr trauten wir uns schon gar nicht mehr zu sehen.

Also wir über eine der vielen Brücken düsten, sah ich aus dem Augenwinkeln unter uns eine Strasse , das musste sie sein, anders wars nicht möglich. Also bogen wir sofort linke nach der Brücke ab und hatten das Riesenglück , dass grade ein Parkplatz frei wurde , der einzige auf weiter Flur .Daß das nur für Anwohner ist und alle anderen sofortigst abgeschleppt werden, darauf haben wir natürlich nicht mehr geachtet.

Im Trimmtrab also über die Brücke zurück, die Treppen nach unten und – jawohl es war die richtige Strasse bloß leider das falsche Ende.

Wir wetzten wie die Bekloppten unter Umklammerung sämtlicher Unterlagen die Strasse an der Ill entlang und erreichten vollkommen ausser Atem mit 5 Minuten Verspätung die Botschaft.

Klingelten, wurden nach Anliegen , Name samt Geburtsdatum gefragt, als wohl dann doch alles stimmte ging das Gitter auf und wir durften eintreten .Grade noch – denn bei mehr als 10 Minuten Verspätung muss ein neuer Termin vereinbart werden, sonst kommt alles durcheinander .( Was denn bloß grübel ????).

Nach Handtaschendurchsuchung wurden wir dann auch endlich vorgelassen und durften unsere neuen Pässe beantragen . Ein Glück, unsere Fotos waren zwar nicht schön, aber biometrisch genug und nach zweimaligem PC Absturz waren sogar meine krummen Zeigefinger ordnungsgemäß eingescannt.

Irgendwie ist es ein komisches Gefühl gewesen, nun so vollkommen biometrisch erfasst zu sein. Na ja was solls. Da wir auch in Zukunft keine Banken ausrauben wollen, sollen die jetzt unsere Fingerabdrücke haben wenn sie meinen sie müssten.

Kosten fallen pro Pass in Höhe von 72 € an dazu noch in Briefmarken die Einschreibegebühren.

Am Nebenschalter kriegten wir mit, dass es kein Erbarmen gibt wenn die Papiere nicht vollständig sind. Neuer Termin zack aus – und Termine dauern momentan mindestens 3 Monate.

So nun ist bloß noch zu vermerken, dass wir grade noch vor einem Gendarmen die Kurve kratzen – unabgeschleppt !

Glück muss der Mensch haben .

Aber Pässe braucht man halt wenn man auswandern will, ohne geht halt leider gar nichts mehr !!

Rocken auf`m Plaza und ROY LEGEND IM DESEÑO PUB!!!

28. März 2008 Abgelegt in Udo | 6 Kommentare »

Hallo Liebe Bloggemeinde,

letztes Wochenende war ja mal wieder riesig viel los hier auf der Sonneninsel, auch besser bekannt unter dem Namen Teneriffa!

Da mir ja leider noch kein Auto zur Verfügung steht, welches mich mal ausführen könnte, beschränkte sich mein Wochenendaufenthalt mal wieder auf mein geliebtes, auch wenn stets windiges, Örtchen El Medano.

Den Samstag verbrachte ich in der Sonne bruzelnd auf dem wöchentlichen Markt und verhöckerte Schmuck meiner lieben Mitbewohnerin, was mir finanziell zu gute kam:)

Am Abend dann, fand ein riesen Spektakel auf dem Plaza statt, welches das baldige Ende der Osterwoche ankündigte.

Auf der Bühne spielte eine typisch spanische Band und gab einen Hit nach dem Anderen zum Besten, was die versammelte Horde El Medano`s zum tanzen veranlasste.

Frauen, Männer, Kinder und selbst Hunde tanzten zusammen quer über den Plaza und feierten gemeinsam eine ausgelassene Party, wie man es hier ja gewohnt ist!

Da mir noch die Müdigkeit des harten Markttages in den Knochen steckte und ich dummerweise meine Dancing Shoes nicht bei hatte, schaute ich mir die ganze Sache mal vom Rande an und amüsierte mich über das Treiben der Anderen.

Anschließend ging ich dann zum DESEÑO Pub, welcher sich auch in El Medano, gegenüber des Hyperdinos befindet um dort ein angekündigtes Konzert von Roy Legend zu besuchen.

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Nach anfänglichen Problemen der Soundeinstellung fing der gute Roy mit einem Freund, der Percussionist ist, an zu Rocken.

Wow! …dachte ich mir als der gute Roy die Gitarre spielte, denn er spielte für meinen Geschmack verdammt geil, pfiff gleichzeitig in seine Mundharmonica und seine Stimme die da noch eingebaut war machte ihn zu meinem Favouriten der bis Dato gesehenen Musiker Teneriffa`s!

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Die Musik war auch typisch spanisch doch mit einem rockigen Sound und einer grandiosen Stimme, war es eine gelungene Performence.

Für alle Musikbegeisterten Insulaner, gibt es schon heute Abend wieder die Chance sich ein eigenes Bild vom guten Roy und seinen immer mitgebrachten Musikerfreunden, zu machen.

Er spielt heute Abend wieder im DESEÑO Pub. Ich denke 22.30 Uhr ist eine gute Zeit dort aufzutauchen.

Ich werde heute leider nicht zuschauen, da ich heute Abend mit großer Wahrscheinlichkeit zum Konzert von Chuck Berry gehe;)

Davon berichte ich euch die Tage…

Semana Santa…

26. März 2008 Abgelegt in Udo | 2 Kommentare »

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Hallo liebe Leser und Leserinnen,

Ostern wäre nun auch überstanden und in meinem kleinen Örtchen El Medano ist wieder etwas Ruhe eingekehrt.

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Es war eine Woche mit viel Trubel und einer Menge Menschen, die vom Festland anreisten um an den Prozessionen auf Teneriffa teilzunehmen.

Nachfolgend seht ihr ein paar Bilder von der Prozession aus La Laguna, die ich mit meinem Kollegen am Freitag besucht habe. Ich war leider gesundheitlich etwas angeschlagen, aber das Spektakel wollte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen.

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Wie Ihr seht, war diese Veranstaltung gut besucht und meines Erachtens auch sehenswert für jedermann.

Die Bedeutung und Erklärung der Semana Santa findet man auch bei Wikipedia - für die jenigen die sich genauer informieren wollen.

Immer was los in Manfred`s Soul Bar…

11. März 2008 Abgelegt in Udo | 2 Kommentare »

Hola!

Wie bereits berichtet, war ich am Wochenende viel mit meiner Kamera unterwegs um ein paar Bilder zu schießen und dabei kam ich auf meiner Tour auch zufällig an Manfred`s Soul Bar vorbei.

Ich finde es ist eine sehr gemütliche Location, wo man entspannt bei Speis und Trunk den abendlichen Sonnenuntergang verfolgen kann und immer nette Leute und Musik um einen herum sind.

Außerdem gibt es dort ein sehr gutes und buntes Angebot an Livemusik und somit wurde ich Zeuge einer sehr rockigen Performence einer sehr jungen und talentierter Band!

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Die gespielten Lieder waren zwar alle gecovert, aber die Unterhaltung war bestens. Ich habe selten so junge Musiker mit so einer Selbstsicherheit und Spaß an der Musik spielen sehen.
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Die Sängerin hatte es völlig drauf, dass Publikum zu unterhalten und rockte mit ihrem Bass total ab ;) Der Drummer saß schon wie ein alter Hase völlig lässig hinter seinen Drum`s und gab den Beat zum besten.
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Die doch etwas schüchterne Dame am Keyboard taute nach einiger Zeit auch auf und zusammen mit der jungen Dame an der Gitarre verschmolzen Alle zu einer Einheit!

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Das Publikum konnte gar nicht genug bekommen und forderte somit eine Zugabe nach der anderen.

Ich muss sagen, gelungene Show ;) Also wer von euch auf Livemusik steht, dem kann ich diese Bar nur empfehlen …

Samstag ist Markttag in El Medano

10. März 2008 Abgelegt in Udo | 2 Kommentare »

Hallo liebe Blogverfolger!

Wie jeden Samstag, nach meinem Erwachen habe ich mich auch diesen Samstag zum wöchentlichen Markt am Plaza von El Medano aufgemacht, um zu sehen, was sich dort so tümmelt und rumlümmelt.

Ich habe meine Kamera gepackt, um euch mal ein Bild zu vermitteln, wie es dort so von Statten geht und was dort so an Ware verhöckert wird ;)
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Der Markt beginnt immer gegen 9 Uhr am Morgen, wobei der Aufbau des Marktes sich schonmal ziehen kann wie das morgentliche Aufstehen vor der Arbeit :-) . Er endet gegen 15 Uhr am Nachmittag.

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Aber der Markt geht weiter, denn viele Kleinhändler, die mit selbstgeknüpften Ketten und Taschen antanzen, sitzen oft noch bis zum späten Abend gleich neben dem Plaza und bieten ihre Güter an. Begleitet von Straßenmusikern und Selbstdarstellern bietet das Treiben eine gemütliche Atmosphäre.

Der Markt ist immer sehr gut besucht und zieht viele Touristen an, womit der Samstag in El Medano immer voll von Menschen, Eindrücken und einer sehr netten und freundlichen Stimmung zum Shoppen oder einem gemütlichen Strandtag einlädt.

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Radio Gaga und meine ersten Gehversuche…

28. Februar 2008 Abgelegt in Udo | 4 Kommentare »

…so, nach meinem entspannten Urlaub am Strande fing für mich nun also der ERNST DES LEBENS an, auch Maloche genannt!

Die Arbeit beim Sender war für mich etwas ganz Neues, denn beim Radio habe ich zuvor noch keinen Fuß reingesetzt. Da fällt mir ein, dass der Hinweg am ersten Tag schon spitze anfing, da mich der Bus viel zu weit mitgenommen hatte, was von mir ja mal gar nicht so geplant war. Ich irrte also durch die Gegend, weil ich mal so gar keine Ahnung hatte wo ich mich befand. Wie auch, war ja schließlich Neuland für mich!

Somit sprach ich einen älteren Herren an, der mir ganz nach spanischem Arbeiter aussah - die kennen sich ja bekanntlich immer gut in Ihrer Gegend aus. Ich fragte ihn, wo ich denn sei und ob er einen deutschen Radiosender namens Megawelle kennen würde.

Er gab mir zu verstehen, dass er noch kurz (20-30 min) seinen Schrott vom Wege aufsammeln muss und mich dann zum Sender fahren würde. Ich war erfreut über das sehr freundliche Angebot des Mannes, denn wie sich rausstellte, war ich ne ganze Ecke zu weit gefahren und da eh schon zu spät war, wäre ich zu Fuß wohl am frühen Abend angekommen ;-)

Also machten wir uns auf die Suche nach dem Sender, was sich als gar nicht so einfach herausstellte und kamen schließlich nach einer Weile an, wo ich auch gleich von meinem lieben Programmchef Fabian empfangen wurde.

Die Verspätung schien kein Problem darzustellen und somit konnte ich halbwegs entspannt in den ersten Tag starten.

Ich wurde kurz allen vorgestellt, der Sender wurde mir gezeigt und erklärt. Nach ca. 40 Minuten war mein erster Tag auch schon wieder vorbei und ich konnte mich auf den Heimweg begeben, den ich dann lustigerweise zufuß antrat, da ich meinen Bus der ja nur stündlich fährt soeben verpasst hatte.
Aber war ja alles halb so schlimm, denn bis Medano sind es ja nur läppische 12km und die kann man ja nach einem so harten ersten Tag ruhig mal wandern :-)

Zuhause angekommen - nach ca 2,5 Std Wandern - habe ich mir dann mein wohlverdientes Feierabendbier geöffnet und den Tag gemütlich am Strand ausklingen lassen…

…to be continued

Anfang leicht gemacht, da schnell gemacht! Oder auch nicht???

18. Februar 2008 Abgelegt in Udo | 20 Kommentare »

So dann werde ich mal mit meiner Erlebnisreise anfangen und euch erzählen, warum und wie ich hierher gekommen bin.

Schon seit Jahren habe ich das dringende Bedürfnis verspürt aus Deutschland auszubrechen und in die Ferne zu reisen. Die Frage die ich mir stellte war nur, WIE? Die Antwort darauf war mir klar! Einfach machen!

Doch das ist wohl wieder leichter gesagt als getan. Der kleine “Ich bin nie zufrieden”-Mann klopfte immer wieder an meine Schädeldecke und befahl mir: geh, geh und suche dein Glück in der Ferne! Ich möchte damit nicht sagen, dass es mir in Deutschland schlecht erging, doch zufrieden war ich mit der Lebenssituation nicht wirklich. Somit vergingen Jahre und ich wartete mehr darauf das etwas geschieht, als das ich darauf hinarbeitete, da das wohl eher meine Lebensart ist: ich neige eher dazu abzuwarten als “unnötigen” Aufwand zu betreiben.

Ich habe viele Dinge in meinem Leben angefangen, jedoch nicht zuende verfolgt, da es mir nach meistens einem Jahr unnütz erschien, was meine Eltern verständlicher Weise nicht gut hießen. Gelernt habe ich für mich sehr viel in dieser Zeit, doch es fehlte einfach etwas!

Nach langer Zeit des Wartens und der Faulenzerei, verbunden mit vielen musikalischen Einlagen, Parties, Zeit mit Freunden sowie mir und meiner Selbstfindung, sollte doch Ende 2007 ein erster Lichtblick in Richtung “Udo reist in die Ferne mit eventueller Zukunft auf Teneriffa!” kommen. Und er kam tatsächlich.

Ich fragte meinen Bruder Tim zwecks Urlaubsplanung, welche aus chronischem Geldmangel recht günstig ausfallen sollte, ob er mir nicht eine günstige Bleibe auf Teneriffa beschaffen könnte, da er wie ich ja wusste den heißen Draht zu Radio MegaWelle hat.

Nach gar nicht mal allzulanger Warterei bekam ich dann die freudige Botschaft und das klasse Angebot, ein Praktikum beim Radio machen zu dürfen, was mein Herz auch gleich höher schlagen ließ!

Deutschland adeNach ein paar Telefonaten mit dem Sender, war dann auch klar, dass alles klappen würde. Ich stöberte durch die Flugangebote, buchte den schnellstmöglichen Termin, packte meine Sachen und am 15.12.07 ging es dann ab in den Flieger…und Tschüss Deutschland und ein dickes HALLO Teneriffa!!!

Abends angekommen, checkte ich gleich in meine zukünftige WG ein, die ich natürlich im Vorfeld vermittelt bekommen hatte :) , und lernte sofort meine Umgebung kennen, da mein Hausherr mich umgehend zu einem kühlen Bier in einer gemütlichen Strandbar einlud. Ich lernte gleich ein paar Menschen kennen, war froh hier zu sein und habe den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Da ich erst im Januar mit meinem Praktikum gestartet habe, hatte ich nun erstmal meine 2 Wochen geplanten Urlaub gemacht und lernte meine Umgebung besser kennen. Weihnachten am Strand verbracht und Silvester die dicke Sause gemacht mit netten Leuten um mich herum, endete mein Urlaub und es kam die Zeit für Taten. Danach war mir auch, da ich ja genügend Zeit entspannt am Strand verbracht hatte, he he .

Mein Praktikum beim Sender fing an , yippi ja ja yippi yippi yeah !!! Doch was da so alles auf mich zukam schreibe ich beim nächsten Mal…

Was für eine Schweinerei

14. Februar 2008 Abgelegt in Cris | 9 Kommentare »

Diejenigen die mich kennen, wissen es schon… kaum habe ich eine Neuanschaffung ins Fincaleben integriert, kommt mir schon der nächste Geistesblitz (es gibt Leute, die diesen Augenblick geistige Umnachtung nennen *lach*).

Das kanarische Schwein 4So liebäugele ich jetzt schon seit einem ¾ Jahr mit der Anschaffung eines canarischen schwarzen Schweins. Wie immer mussten viele Klippen umschifft werden. Eine Zeit lang sah es so aus, dass ich es niemals schaffen würde, als mich ein glücklicher Zufall auf die Finca eines alten canarischen Freundes verschlug. Auf Anhieb sah ich die beiden neuen Verschläge als ich auf den Hof fuhr und als ich neugierig wie ich nun mal bin hinein schaute, begrüßten mich 2 grunzende Rüssel… schwarze Schweine. Ein Pärchen, das Zuwachs erwartete. Nach 5 Minuten begeisterten Überredens sollten 2 Ferkel mir gehören.

Lange Rede kurzer Sinn, wie immer sollte nichts glatt verlaufen. Die Sau bekam 12 Ferkel, wovon 4 die Geburt nicht überlebten. Dann wurde sie krank und bekam eine Lähmung in den Hinterläufen. Als sie sich wieder einigermaßen bekrabbelt hatte, starben alle Ferkel an einer Erkältung.

Kaum hatte ich mich damit abgefunden, dass wieder mal was nicht geklappt hatte, bekam ich einen Anruf von meinen Bekannten: „Ich hab’ keine Lust mehr. Wenn Du willst, schenk’ ich Dir die Sau. Aber dann musst Du sie innerhalb von 2 Wochen abholen.“ Hah, da gab es kein langes Zögern und prompt saß ich im nächsten Schlamassel:

  1. hatte mein heißgeliebter R4 seinen Geist aufgegeben, wie sollte ich das Schwein transportieren, und
  2. brauchte ich ein schweineausbruchsicheres Gelände.

Der CitroenDen 2. Punkt hakten wir innerhalb eines Tages ab. Mit meiner Hilfe baute mein Freund aus einer Pferdebox und einen Paddock eine prima Spielwiese für die trauernde Mutter. Punkt 1 gestaltete sich schwieriger. 1,5 Wochen redete ich mit Engelszungen auf Francisco ein, damit wir mit seinem Citroen 15 die Sau abholen. Kurz vorm Ultimatum gab er nach und wir machten uns auf dem Weg, mein erstes canarisches Schwein zu holen.

Er schien etwas überrascht als er das Schwein sah *weglach*, vielleicht war es nicht so ganz seinen Vorstellungen, nachdem was ich ihm erzählt hatte, so in der Art: „Das ist gar nicht soooo gross“, „das hat noch nicht einmal 90 kg“ usw.. Ich gebe zu, das war vielleicht stark beschönigt oder auch verkleinert, aber ich war sicher, es passt in den Kastenwagen. * kicher *

Das kanarische Schwein 2Aber überzeug’ doch mal ein 120kg Schwein, dass es in ein Auto einsteigen soll. Man kann sich das ungefähr so vorstellen: 3 angeblich voll zurechnungsfähige Erwachsenen hüpfen in Babysprache brabbelnd, beschwörend um die Sau rum. 2-sprachig natürlich, was den Effekt hatte, dass ich zwischendurch eins auf den Deckel bekam… „Mensch, sprich spanisch, Du machst ja das Schwein unsicher, das ist schließlich ein canarisches Schwein“. * mitderHandvordenKopfschlag * logisch.

Nach viel Überzeugungskraft bekamen wir 3 die Sau tatsächlich in den Kofferraum. Was für ein Anblick. Der ganze Raum eingenommen von einen recht fröhlich grunzenden Schwein, welches sich als erstes in jeglicher Form im Wagen verewigte und sich danach voller Begeisterung dran machte, die Plastikverkleidung abzumontieren.

Francisco hatte inzwischen seinen Humor wiedergefunden und bemerkte tatsächlich während der Fahrt, wie zahm und ruhig das Schwein ist, hartnäckig die begeisterte Zerstörung seiner Inneneinrichtung ignorierend.

Nach einer halbstündigen Fahrt über Autobahn und Landstrasse, in der wir ein paar Fastunfälle verursachten, weil die uns überholenden Autofahrer doch etwas überrascht waren, wenn ihnen ein ausgewachsenes Schwein aus dem Auto zurück schaute, erreichten wir dann glücklich meine Finca, wo uns schon 2 Nachbarn erwateten um uns zu helfen, die Sau in ihren Stall zu verfrachten.

Das kanarische Schwein 1Das gestaltete sich recht einfach. Kaum hatte sie sich umgedreht und sah wohin es gehen soll, sprang sie mit der Grazie eines übergewichtigen Elefanten aus dem Auto, rein in den Corral. Nach einem kurzen Checken des Geländes machte sie sich sofort daran, die ordentliche neue Wohnung in einen vernünftigen Saustall umzuräumen.

Gemütlich saßen wir noch eine gute Stunde mit einem Glas Wein auf dem Geländer und wir waren alle einstimmig der Meinung, das ist das schönste Schwein überhaupt, es braucht nur ein bisschen mehr auf die Knochen… da sind wir fleißig dran….